Krise & Chance Februar 2026

HOHE PENSIONS-VERPFLICHTUNGEN ALS EIN WESENTLICHER BELASTUNGSFAKTOR Feneberg, mit über 70 Filialen und rund 3.000 Mitarbeitenden der größte selbstständige Edeka-Händler in Deutschland, will sich über ein Schutzschirmverfahren sanieren. Die Tatsache, dass hohe Pensionsverpflichtungen ein wesentlicher Faktor für die finanzielle Schieflage des Familienunternehmens sind, unterstreicht die große Bedeutung und den Handlungsbedarf, den Unternehmen bei diesem Thema haben, und das für sie sogar zur existenziellen Herausforderung werden kann. Im Interview auf dem Blog von Schultze & Braun ordnet Alexander von Saenger, der Leiter der Arbeitsrechtseinheit der bundesweit vertretenen Kanzlei, die Bedeutung der finanziellen Aufwendungen für die Unternehmen ein – gerade angesichts der aktuell niedrigen Zinsen und erläutert den Handlungsbedarf und die Möglichkeiten, die sie haben. Waren es 2016 noch 40,0 Prozent der Bruttogehälter, die – bis zur Beitragsbemessungsgrenze – an Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung gingen, könnte im Jahr 2026 bereits die 43-Prozent-Marke fallen. Fakt ist: Zum Jahreswechsel haben die Sozialversicherungsbeiträge ein neues Rekordniveau erreicht – Tendenz weiter steigend! Haupttreiber des Anstiegs der Sozialversicherungsbeiträge ist die Kostenexplosion bei den Gesundheits- und Pflegekosten. Durch die Anhebung der entsprechenden Beiträge sollen finanzielle Schieflagen bei der Kranken- und der Pflegeversicherung vermieden werden. Ende Dezember 2025 hatte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bereits vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit mehrerer Pflegekassen im Jahr 2026 gewarnt. Durch die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen geht es vielen Unternehmen wie der Kranken- und der Pflegeversicherung: Sie befinden sich in einer finanziellen Schieflage oder drohen absehbar in eine zu geraten. Nachvollziehbarerweise versuchen Geschäftsleiter mit allen Mitteln, die finanzielle Schieflage und eine daraus möglicherweise resultierende Insolvenzreife ihres Unternehmens zu beheben. Angesichts des Rekordniveaus der Sozialversicherungsbeiträge sollten Geschäftsleiter aber die möglichen Haftungsrisiken im Blick haben. Denn diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die Geschäftsleiterhaftung – gerade, da Geschäftsleiter sich, was die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung betrifft, in einem Sozialversicherungs-­ Haftungsdilemma befinden. Thomas Dömmecke, Rechtsanwalt am Bremer Standort von Schultze & Braun, erläutert im Interview auf dem Blog der bundesweit vertretenen Kanzlei, worauf Geschäftsleiter in diesem Zusammenhang achten sollten. REKORDNIVEAU UND SOZIALVERSICHERUNGS-HAFTUNGSDILEMMA

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