Krise & Chance April 2026

Dr. Ludwig J. Weber von Schultze & Braun und Dr. Michael Klinkers von nexum erläutern, welche Vorteile der interdisziplinäre Ansatz für einen kombinierten Restrukturierungs- und Digitalisierungsprozess, die Digitale Restrukturierung, für Unternehmen hat. Herr Weber, Herr Klinkers, wohl selten haben sich Unternehmen gleichzeitig einer so großen Anzahl an wirtschaftlichen Herausforderungen gegenübergesehen. Zudem steigt die Notwendigkeit zur Digitalisierung. Wie können Unternehmen mit dieser Doppel-Belastung umgehen? Weber: Die Zahl der wirtschaftlichen Herausforderungen steigt in der Tat seit Jahren deutlich an, und kein Unternehmen ist davor gefeit, in eine wirtschaftliche Schieflage zu geraten – gerade auch angesichts der Anforderungen durch die zunehmende Digitalisierung mit ihrem maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen. Fakt ist: Unternehmen, die zu spät reagieren, riskieren ihre Wettbewerbsfähigkeit – nicht selten mit existenziellen Folgen. Wer frühzeitig handelt, kann Krisen aber nicht nur bewältigen, sondern aktiv verhindern. Umso wichtiger ist es daher, die Augen nicht zu verschließen, wenn ein Unternehmen auf eine Krise zusteuert oder sich bereits in einer befindet, sondern so früh wie möglich mit Gegenmaßnahmen zu beginnen – am besten dann, wenn die Krise noch nicht eingetreten ist und das Unternehmen noch finanzielle Reserven hat. Klinkers: An diesem Punkt – denn die beste Krise ist die, die nicht eintritt – setzen wir von nexum und Schultze & Braun mit unserem interdisziplinären Ansatz „Digitale Restrukturierung“ für einen kombinierten Sanierungs- und Digitalisierungsprozess an. Dabei werden operative Punkte angegangen und digitale Prozesse etabliert und implementiert. Dadurch können Unternehmen ihre Effizienz und ihren Umsatz steigern, ihre Kosten reduzieren und ihre Geschäftsprozesse optimieren. Indem wir die nexum-Expertise in digitaler Transformation mit dem Ziel einer leistungswirtschaftlichen Sanierung und Weiterentwicklung und der Expertise in finanzwirtschaftlicher Restrukturierung von Schultze & Braun kombinieren, werden in den Unternehmen nicht nur Krisensituationen festgestellt und gemeistert, sondern auch nachhaltige und digitale Wege aus der Krise aufgezeigt. Wie ist die finanz- und leistungswirtschaftliche Restrukturierung angelegt? Weber: Zunächst werden die Ist-Situation analysiert und die finanz- und leistungswirtschaftlichen Restrukturierungsmaßnahmen geplant. Der ganze Prozess läuft in mehreren Schritten ab, die ineinandergreifen. Zunächst geht es darum, die Ursachen zu identifizieren: Eine Umstrukturierung kann in einem Unternehmen durch externe Einflüsse notwendig werden. Mitunter liegen die Gründe für eine mangelnde Zukunftsfähigkeit aber auch im eigenen T I TEL

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