Kontakt und klare Vorstellungen Eine echte Herausforderung für alle Beteiligten: für den vorläufigen Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch, für Klinkhammer-Geschäftsführer Detlef Klinkhammer – und für René Möhring, Geschäftsführer der MLaS Moehring Laser Service GmbH. Er war erstmals Mitte 2025 auf Klinkhammer aufmerksam geworden – auf „nexxt-change“, Deutschlands größter Unternehmensnachfolgebörse des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. „Ich habe eine klassische Ausbildung als Zerspanungsmechaniker gemacht und dann noch Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Aber ich hatte mich immer dafür interessiert, ein Unternehmen zu übernehmen. Deshalb war ich seit mehreren Jahren immer wieder auf der nexxt-change-Plattform unterwegs.“ Nach zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern kam er im Oktober 2025 dann mit Klinkhammer in Kontakt – und es passte. „Ich hatte immer klare Vorstellungen: maximal 20 Mitarbeiter und vorwiegend Industriekunden. Und ich wollte in einem Markt aktiv werden, der noch nicht überflutet ist.“ Klinkhammer konnte das alles bieten und der Erstkontakt lief positiv. Doch dann kam der Insolvenzantrag und die Geschwindigkeit nahm rasant zu. Handeln oder nicht? „Wir hatten mit der Suche nach einem Übernehmer von Klinkhammer schon kurz nach dem Start des Insolvenzverfahrens im Januar 2026 begonnen“, sagt Rüdiger Bauch. Dabei arbeitete er eng mit Klinkhammer-Geschäftsführer Detlef Klinkhammer und mit Peter Serowka von der Innovatis Rechtsanwaltsgesellschaft zusammen, der dem Unternehmen im Vorfeld und während des Verfahrens beratend zur Seite gestanden hat. „Da war von Anfang an eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit, weil wir das klare Ziel hatten, eine möglichst schnelle, belastbare und langfristig wirtschaftlich tragfähige Lösung für Klinkhammer zu finden. Und die Zeit war ja knapp.“ Den Schlüssel zur erfolgreichen Übernahme bildete dann ein glücklicher Zufall: Timing. „Ich hatte mich bereits im vergangenen Jahr mit MLaS Moehring Laser Service selbstständig gemacht, einem Spezialisten für Laserreinigung“, sagt René Möhring. „Hätten wir neu gründen müssen, wäre die Übernahme zeitlich auf jeden Fall gescheitert. Wegen des Insolvenzverfahrens hatten wir ja lediglich drei Monate, da hätte eine GmbH-Gründung mit Eintrag ins Handelsregister zu lange gedauert. So konnte ich direkt auf Herrn Bauch zugehen, als ich von dem Insolvenzantrag Kenntnis bekommen hatte – und der Stein kam ins Rollen.“ Über Klinkhammer Förderanlagen Stahl- und Montagebau: Die Klinkhammer Förderanlagen Stahl- und Montagebau GmbH aus Halle (Saale) ist auf Blechbearbeitung spezialisiert und in der Region und darüber hinaus gerade für ihr außergewöhnliches technisches Knowhow im Bereich der Laserschneidetechnik bekannt. SER I E
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