Am Aschermittwoch ist alles vorbei – so lautet der Titel des bekannten Karnevalslieds von Komponist Jupp Schmitz und Texter Hans Jonen. Aber keine Sorge, liebe Leserinnen und Leser: Auch wenn die fünfte Jahreszeit gerade zu Ende gegangen ist und wir uns – wenn diese Ausgabe erscheint – schon in der Fastenzeit befinden, müssen Sie nicht auf die wie immer gehaltvollen Themen von Krise & Chance verzichten – ganz im Gegenteil. Gleichwohl haben wir in dieser Ausgabe ein Titelthema, das durchaus etwas mit der Fastenzeit und dem damit verbundenen Verzicht zu tun hat. Denn Banken würden auf einen Ausfall ausgereichter Unternehmenskredite sicherlich gerne verzichten. Welche Möglichkeiten in diesem Zusammenhang das Konzept des Sanierungseigentümers eröffnet, zeigen Dr. Ludwig J. Weber und Dr. Dietmar Haffa von Schultze & Braun im Titelbeitrag „Den Gelsenkirchen-Moment vermeiden“. In zahlreichen Unternehmen stehen 2026 vom 1. März bis zum 31. Mai turnusgemäß Betriebsratswahlen an, unabhängig davon, ob sie wirtschaftlich auf Kurs sind, oder sie eine Restrukturierung oder sogar ein Insolvenzverfahren durchlaufen. Seraphim Ung Kim und Franz Orth von Schultze & Braun erläutern im Interview, worauf Restrukturierer, Sanierer und Insolvenzverwalter bei einer Betriebsratswahl, aber auch bei der Zusammenarbeit mit einem Betriebsrat achten sollten. Struktur und Systematik stehen auch im Mittelpunkt des Interviews zum IDW Standard 16 mit Guido Koch und Christoph Wehr von Schultze & Braun. Fünf Jahre nach Inkrafttreten des StaRUG werden mit dem neuen Standard die Anforderungen an Krisenfrüherkennung und Krisenmanagement weiter konkretisiert. Was das für Geschäftsleiter bedeutet und warum Prävention mehr ist als ein Schlagwort, ordnen Guido Koch und Christoph Wehr von Schultze & Braun für uns ein. Im 13. Teil unserer Serie „Erfolgsfaktor Sanierung“ steht dieses Mal eine im wahrsten Sinne des Wortes museumsreife Leistung im Fokus. Die SEIWO Technik GmbH ist bereits seit Jahrzehnten im Ausstellungs- und Bühnenbau eine feste Größe. Dass das Unternehmen aus dem Erzgebirge auch künftig am Markt aktiv sein kann, ist der engen und konsequent durchgehaltenen Zusammenarbeit von Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig von Schultze & Braun und Geschäftsführer Dr. Jan Wabst, der gebotenen Beharrlichkeit bei der Akquise von neuen Aufträgen und Projekten und letztlich dem Investor aus den Niederlanden zu verdanken. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre. Ihr Tobias Hirte E D I T O R I A L
RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5MzU=