Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Alan Greenspan, langjähriger Vorsitzender der USNotenbank Federal Reserve, hat am 6. März 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Greenspan, der insgesamt 18 Jahre an der Spitze der Federal Reserve stand und wegen seiner Politik niedriger Zinssätze auch als „Zins-Eliminator“ bezeichnet wurde, prägte die internationale Geldpolitik über Jahrzehnte hinweg. Die Entwicklung der Zinssätze bleibt auch für Unternehmen von erheblicher Bedeutung – insbesondere im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen. Denn niedrige Zinssätze erhöhen die finanziellen Aufwendungen für die Verpflichtungen, mit denen Unternehmen ihre Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung abdecken müssen. Eine ähnliche Entwicklung war bereits während der Niedrigzinsphase zwischen 2008 und 2022 zu beobachten. „Beim sogenannten Rechnungszins, anhand dessen die notwendigen Rückstellungen für Pensionszusagen berechnet werden, spielt der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre eine zentrale Rolle“, erläutert Alexander von Saenger, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei der bundesweit vertretenen Kanzlei Schultze & Braun. Da der überwiegende Teil dieses Zeitraums von niedrigen Zinsen geprägt war, wirken sich auch die Leitzinserhöhungen zwischen dem Sommer 2022 und dem Herbst 2023 nur begrenzt aus. Die Folge: Künftige Verpflichtungen – etwa für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitenden – werden mit einem vergleichsweise niedrigen Zinssatz auf den heutigen Wert abgezinst. Unternehmen müssen daher höhere Rückstellungen bilden, was ihre bilanziellen Belastungen entsprechend erhöht. Im Interview auf dem Blog von Schultze & Braun erläutert von Saenger, warum Pensionsverpflichtungen für Unternehmen sogar zur existenziellen Herausforderung werden können und ordnet den Handlungsbedarf und die Möglichkeiten für Unternehmen ein. 100 JAHRE „ZINS-ELIMINATOR“ TICKER Foto: wikipedia.de –International Monetary Fund Photograph/Stephen Jaffe
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