Krise & Chance August 2026

DAS HALB VOLLE BIERGLAS: BRAUEREIEN ZWISCHEN WACHSTUMSNISCHE UND ABSATZRÜCKGANG Am 10. Juli 2026 stand das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung zur Abstimmung, welches nach Einschätzung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken als das bislang größte Sparpaket im Gesundheitsbereich gilt. Gegen die Pläne wird seit Wochen protestiert, auch an Krankenhäusern. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht durch das Paket die Hälfte aller Klinikstandorte in Gefahr. Fakt ist: Der wirtschaftliche Druck ist bereits jetzt hoch. Nach Zahlen der DKG mussten im Jahr 2025 bundesweit 22 Krankenhäuser Insolvenz anmelden. Wichtig ist: Ein Insolvenzantrag bedeutet nicht das Ende eines Krankenhauses. Entscheidend ist der Zeitpunkt, denn die wirtschaftliche Schieflage von Kliniken folgt meist einem typischen Verlauf, von der Stakeholder- und Strategiekrise über die Ergebniskrise bis zur Bilanz- und Liquiditätskrise und schließlich zur Insolvenzreife. Hier gilt es, zu handeln – und zwar je früher, desto besser, um einen möglichst großen Handlungsspielraum zu haben. Welche Instrumente wann greifen, erläutern Tobias Hartwig, Alexander von Saenger und Dr. Ludwig J. Weber von Schultze & Braun im Whitepaper „Vom kranken Haus zum Krankenhaus: Erfolgreiche Sanierung im Gesundheitswesen“. SPARPAKET IM GESUNDHEITSWESEN: KLINIKEN UNTER VERSCHÄRFTEM DRUCK Vom Nischenprodukt zum Wachstumstreiber: Die Produktion von alkoholfreiem Bier in Deutschland ist auch 2025 weiter gestiegen. 616 Millionen Liter und damit 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr flossen aus den Kesseln der deutschen Brauer. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) am 7. Juli bekannt gegeben. Aus Sicht der 1.400 Brauereien hierzulande ist das Glas dennoch eher halb leer: Die Produktion von Bier mit Alkohol lag mit gut 6,8 Milliarden Litern zwar weiterhin deutlich höher, ging gegenüber dem Vorjahr aber um 5,8 Prozent zurück. Angesichts des Volumens und der höheren Herstellungskosten für alkoholfreies Bier wiegt dieser Rückgang wirtschaftlich schwer. Unter Druck stehen vor allem kleine und mittelgroße Brauereien, also „Sandwich-Brauereien“, wie Dr. Jürgen Erbe von Schultze & Braun sie nennt: zu klein, um bei den Werbepreisen der bundesweiten Marken mitzugehen, und zu groß, um im lokalen TICKER

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