Krise & Chance Juli 2025

Der sogenannte Sommerpunkt wird auf der Nordhalbkugel der Erde am 20., 21. oder 22. Juni erreicht. Vielerorts wird die damit verbundene Sommersonnenwende gefeiert. Da liegt die Vermutung nahe, dass es – die Sonne steht ja am höchsten am Mittagshimmel – rund um die Sommersonnenwende besonders warm ist. Jedoch liegen die wärmsten Tage des Jahres meist im Juli oder August. Denn nicht nur der Sonnenstand bestimmt, wie warm es wird, sondern auch der Ort. So speichern die Ozeane und auch das Land viel Wärme, die sie über den Winter verloren haben und geben sie erst mit Verzögerung wieder ab. Dass es mitunter ein wenig länger dauert, bis etwas – oder in diesem Fall eher – man mit etwas warm wird, trifft auch auf das StaRUG zu. Wurde dem vorinsolvenzlichen Verfahren nach seinem Inkrafttreten zunächst die Praxistauglichkeit abgesprochen, steht es nun im Spannungsfeld zwischen Restrukturieren und (Klein-)Anlegern und vor einer Evaluierung nach bald fünf Jahren im Praxiseinsatz. Also ein heißes Thema und Grund genug, einen eingehenderen Blick auf das StaRUG und seine Möglichkeiten, aber auch Entwicklung zu werfen, die das vorinsolvenzliche Verfahren durchlaufen hat und weiter durchlaufen wird. Darüber haben wir für diese Ausgabe mit mehreren Praktikern aus Wissenschaft und Praxis gesprochen. Im Titel-Interview spricht Sebastian Mock von der Wirtschaftsuniversität über seine Sicht auf das Restrukturierungsrecht und die besondere Bedeutung des Stakeholdermanagements. Dietmar Haffa von Schultze & Braun erläutert die besonderen Einsatzmöglichkeiten des StaRUG. Frank Schäffler von Grub Brugger erläutert die Vorteile des Verfahrens und erklärt, warum StaRUG definitiv kein Unwort ist. Tobias Tillmann von Atradius spricht über die Bedeutung des StaRUG für Warenkreditversicherer und Lieferanten. Janina Poppe und Bernhard Steffan von RSM Ebner Stolz ordnen die Entwicklung des StaRUG anhand der Verfahrenszahlen ein. Den Abschluss dieser Ausgabe bildet der sechste Teil unserer Serie „Erfolgsfaktor Sanierung“. Dieses Mal geht es um das Naëmi-Wilke-Stift in Guben in der brandenburgischen Niederlausitz. Maßgeblich dafür, dass die Sanierung des Krankenhauses in nicht einmal neun Monaten erreicht werden konnte, ist die zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen Eigenverwaltung und Sachwaltung. Ich wünsche Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre, Ihr Tobias Hirte E D I T O R I A L

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