Die Ursprünge des sächsischen Emaille-Spezialisten OMERAS gehen zurück auf das älteste in Deutschland bestehende Emaille-Werk mit einer fast 200-jährigen Tradition. Die Unternehmensgeschichte wird nach der gelungenen Sanierung fortgesetzt: Welche Rolle dabei die Unternehmenskultur gespielt hat und welche weiteren Erfolgsfaktoren es gegeben hat – darüber sprechen der Eigenverwalter und der Sachwalter. Der zehnte Teil unserer Serie „Erfolgsfaktor Sanierung“. Von Lauter-Bernsbach in die weite Welt Lauter-Bernsbach, eine malerische Ortschaft mit gut achttausend Einwohnern im sächsischen Erzgebirgskreis, eine knappe Dreiviertelstunde von der tschechischen Grenze entfernt. Ein Ort mit Tradition – auch in der Herstellung von Emaille. Dafür sorgt OMERAS, ein Spezialist für Fassaden und Tunnelverkleidungen aus Emaille, zu finden in Berlin, Barcelona und Bergisel ebenso wie in Malaysia, Molfsee und Mittweida. Aber nicht nur Verkleidungen, ssondern auch große Behälter aus Emaille für Flüssigkeiten werden in fast 50 Länder der Welt exportiert. Drei Viertel der Produktion wird ins Ausland verkauft. Alles Zutaten für eine Erfolgsgeschichte. Wenn da nicht die Corona-Krise gewesen wäre. Eine Kombination aus den Folgewirkungen der CoronaPandemie und Preissteigerungen in Folge der geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre sorgte für wirtschaftliche Unruhe. So belasteten die hohen Energiekosten, die OMERAS aufgrund der sehr energieintensiven Einbrennprozesse für die Oberflächenveredlung hat, besonders stark. Hinzu kam ein durch den starken Anstieg von Baukosten entstandene Investitionsrückgang bei den Kunden, der wiederum die Nachfrage nach Fassadenelementen aus Emaille einbrechen ließ. Kurzum: Eine Gemengelage, die durch eigene Kraft nicht mehr gemeistert werden konnte. Das Ende von OMERAS? Dies hätte das Ende von OMERAS sein können, das Ende von einer fast 200-jährigen Tradition von EmailleHerstellung, das Ende von Arbeitsplätzen für die rund 150 Beschäftigten. Doch es kam anders. Um das Unternehmen neu aufzustellen und zu erhalten, stellten die Geschäftsführer Sven Huhn und Oliver Knauf Ende Februar 2025 einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in eigener Regie. Um die Sanierungsoptionen von Omeras zu prüfen, wurde die Expertise eines Teams von der Kanzlei Flöther & Wissing Sanierungskultur rund um den Chemnitzer Rechtsanwalt Reinhard Klose hinzugezogen. Als vorläufiger Sachwalter beaufsichtigte und begleitete Rüdiger Bauch von Schultze & Braun mit seinem Kollegen Matthias Schwanke die Geschäftsführung im Rahmen der Sanierung. Großes Übernahmeinteresse „Es meldeten sich schnell mehrere Interessenten, die sich vorstellen könnten, in den traditionsreichen Emaille-Betrieb zu investieren“, schildert Reinhard Klose das große Übernahmeinteresse. „Darüber hinaus sind wir aktiv auf potenzielle Investoren zugegangen, um die Chancen für die OMERAS zu maximieren.“ GemeinÜber OMERAS: Die OMERAS Oberflächenveredelung und Metallverarbeitung ist 1992 in Lauter-Bernsbach (südwestlich von Chemnitz) gegründet worden. Die Ursprünge des Unternehmens gehen zurück auf das älteste in Deutschland bestehende Emaillierwerk mit einer fast 200-jährigen Tradition. UNTERNEHMENSKUL ALS SCHLÜSSEL FÜR INVESTO SER I E
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