Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in Kanada, Mexiko und den USA. Es ist das erste Mal, dass ein solches Turnier von drei Nationen ausgerichtet wird. Das führt neben zahlreichen Grenzübertritten je nach Abschneiden im Turnier zu Reisedistanzen von mehreren tausend Kilometern pro Mannschaft. Restrukturierungen und Sanierungen von Konzernen finden zumeist auch über Ländergrenzen hinweg statt – und mitunter ist dabei auch so manch langer Weg zu gehen, bis man am Ziel ankommt. Dr. Johannes Heck und Dr. Christoph von Wilcken von Schultze & Braun erläutern im Interview, welche Regelungen in grenzüberschreitenden Konzerninsolvenzen auf nationaler und internationaler Ebene greifen und was sie für die Beteiligten bedeuten. Seit Mitte Juli 2022 kann ein deutsches StaRUG- Verfahren EU-weit anerkannt werden. Die damit verbundene grenzüberschreitende Rechtssicherheit ist für deutsche Unternehmen in der präventiven Restrukturierung von genauso großer Bedeutung wie bei den Regelinsolvenz- und Eigenverwaltungsverfahren, für die die EuInsVO bereits seit dem 31. Mai 2002 in der EU die verfahrensrechtliche Grundlage bildet. Denn die deutsche Wirtschaft ist traditionell stark exportorientiert. Der 31. Mai 2002 ist übrigens der Tag, an dem der Senegal im Auftaktspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, die in Japan und Südkorea stattfand, den damals amtierenden Weltmeister Frankreich 1:0 besiegte. Doch zurück zum StaRUG: Dr. Johannes Heck aus dem internationalen Bereich von Schultze & Braun erläutert in seinem Beitrag, warum die EU-weite Anerkennung von StaRUG-Restrukturierungen via EuInsVO und die daraus resultierende Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen von Vorteil sind und welche Besonderheiten sie beachten sollten. Im 16. Teil unserer Serie „Erfolgsfaktor Sanierung“ steht die Fleischer-Dienst Braunschweig (FDBS) GmbH im Fokus, die seit Jahrzehnten Fleischereien, Gastronomie-Betriebe, Einzelhändler und andere Partner mit erstklassigen Lebensmitteln beliefert. Als das traditionsreiche Unternehmen im Herbst 2025 einen Insolvenzantrag stellen musste, war dies nicht nur ein herber Schlag für die Belegschaft, sondern auch eine ernsthafte Herausforderung für das gesamte Netzwerk. Ein Investor musste her – und zwar schnell. Und nicht nur einer, der lediglich zu einer Übernahme bereit war. Er musste auch zur Vision der FDBS passen und die bestehenden Strukturen bereit für die Zukunft machen können. Insolvenzverwalter Tobias Hartwig von Schultze & Braun ging auf die Suche – und hatte Erfolg. Ich wünsche Ihnen eine anregende und aufschlussreiche Lektüre und hoffe auf ein gutes Abschneiden unserer Nationalmannschaft beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Ihr Tobias Hirte E D I T O R I A L
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